Projekte

image_pdfimage_print

Abschlussveranstaltung des bundeslandübergreifenden Projekts zur Fachkräftesicherung

Am 24. März 2022 fand die Abschlussveranstaltung des länderübergreifenden Strategieprozesses zur bedarfsgerechten Arbeits- und Fachkräftesicherung statt. Über 30 Teilnehmer folgten der Einladung der Lokalen Aktionsgruppen Lahn-Taunus und Limburg-Weilburg in die Räumlichkeiten der Lebenshilfe Limburg Diez.

„Wenn wir es schaffen, dass die Menschen hier in unseren Regionen bleiben, oder in unsere Region kommen, dann haben wir nicht nur für die Fachkräfte etwas getan, sondern auch für uns als Region. Mit LEADER haben wir gute Möglichkeiten, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen“, so wurde die Veranstaltung eröffnet durch Silvia Scheu-Menzer, Vertreterin der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Limburg-Weilburg und Bürgermeisterin der Gemeinde Hühnfelden.

Initiiert durch eine Kooperationsvereinbarung der Lokalen Aktionsgruppen Lahn-Taunus und Limburg-Weilburg startete im Oktober 2019 ein länderübergreifender Strategieprozess zur bedarfsgerechten Arbeits- und Fachkräftesicherung. In diesem Prozess tauschten sich Institutionen, Unternehmen und lokale Akteure aus Hessen und aus Rheinland-Pfalz in vier thematischen Arbeitsgruppen zu verschiedenen Ansätzen der Fachkräftesicherung aus und entwickelten gemeinsamen Lösungen, die nun präsentiert wurden.

Sabine Ksoll (Wirtschaftsförderung der Verbandsgemeinde Diez) und Lars Wittmaack (Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Limburg-Weilburg-Diez) resümierten kurzweilig den Prozess der Maßnahmenentwicklung. Eine der entwickelten Maßnahmen ist die neue Informationsplattform für die Region mit allen wichtigen Verlinkungen zum Beispiel zu Jobbörsen, Veranstaltungsseiten oder Immobilienplattformen. Tanja Steeg von der Wirtschaftsförderung Rhein-Lahn gab einen kurzen Einblick in diese Plattform, deren Ziel es ist, für potenzielle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer alle wichtigen Informationen zu bündeln. Für Unternehmen wurde die Maßnahme „Förderangebot-Lotsen“ entwickelt, die eine Unterseite zu den Webseiten der Wirtschaftsförderungsgesellschaften ist und Hinweise zu Fördermöglichkeiten bietet.

Julia Haag von der Agentur für Arbeit Lahnstein/Diez präsentierte ein neues Austauschformat zu Aus- und Weiterbildungsbedarfen. Im Vorfeld zu den jährlichen Bildungszielplanungen möchte die Agentur für Arbeit mit den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern der Region ins Gespräch zu kommen. In einer Art Speed-Dating gibt es zunächst einen Austausch zwischen Arbeitgebern und Bildungsträgern zu Qualifizierungsbedarfen einerseits und dem Angebot andererseits. An diesem Punkt können bereits erste Anregungen zu Angebotserweiterungen aufgenommen werden. Im zweiten Schritt folgt der Austausch zwischen Unternehmen und den Arbeitsagenturen und Jobcentern, die wiederum Anregungen für ihre Beratung von Arbeitssuchenden hinsichtlich gefragter Qualifizierungen sowie für ihre Bildungszielplanungen aufnehmen. Das erste Speed-Dating ist bereits für Mai 2022 geplant.

Ein Projekt, welches im Laufe des Prozesses neu hinzugekommen war, ist das sogenannte „Leuchtturm“-Projekt. Initiator Marcus Glinka von der Schaefer Kalk GmbH & Co. KG stellte das Projekt vor: „Wir haben im Unternehmen sehr interessante Ausbildungsberufe, die niemand kennt. Deshalb bekommen wir auch kaum Bewerbungen für solche Nischenberufe. Das möchten wir gerne ändern“. Ziel des Projekts ist die Umsetzung einer Kampagne zur Erhöhung der Sichtbarkeit von weniger bekannten Ausbildungsberufen mittels vielseitig einsetzbarer Videoclips. Nach einer ersten Kostenkalkulation wurde schnell festgestellt, dass die Finanzierung ein großes Hindernis darstellt. Abhilfe kam von Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Lahn, die die Projektidee aufgriff und an ein dort bestehendes Projekt andockte. Ein erster Pilotclip soll im Laufe dieses Jahres entstehen.

Claudia Maisner von der Handwerkskammer Koblenz stellte ihr Projekt zur Betriebsnachfolge vor. Da in den nächsten Jahren für sehr viele Betriebe im Kammerbezirk die Übergabe des Unternehmens ansteht, ist hier dringender Beratungsbedarf gesehen worden. Daher hat die HWK Koblenz im vergangenen Jahr intensiv an digitalen Wergzeugen wie z.B. der digitalen Nachfolgewerkstatt gearbeitet, in der Übergabe- sowie Übernahmefahrpläne individuell und digital erstellt werden können. Ein weiterer Baustein ist eine Matching-Plattform mit anonymer Datenbank, um Unternehmerinnen und Unternehmer mit potenziellen Nachfolgerinnen und Nachfolgern zusammenzubringen.

Begleitet wurde der gesamte Strategieprozess vom Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität Frankfurt. Das Institut erarbeitete die Fachkräftestrategie für den Wirtschaftsraum sowie einen umfangreichen Initiativen-Katalog, der viele bereits bestehende Initiativen zur Fachkräftesicherung in der Region auflistet. Dr. Christa Larsen, Leiterin des IWAK, fasste zum Ende der Veranstaltung mit einem Blick von außen die Erfolge sowie Hindernisse während des Prozesses zusammen: „Ich bin beeindruckt, was an Maßnahmen entwickelt wurde und wie der Prozess mit Leben gefüllt wurde. Mit einem Blick von außen kann man schon sagen: hier wurde ein erfolgreicher Weg eingeschlagen, den es nun mit vereinten Kräften fortzusetzen gilt“, schlussfolgerte Dr. Christa Larsen.

Die Lokalen Aktionsgruppen Lahn-Taunus und Limburg-Weilburg bewerben sich aktuell zur erneuten Anerkennung als LEADER-Region für die Förderperiode 2023-2029. Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur weiteren länderübergreifenden Zusammenarbeit wurde der Grundstein zur Fortführung des Prozesses gelegt.

Zum Abschluss der Veranstaltung bekräftigte Michael Schnatz als Vertreter der LAG Lahn-Taunus und Bürgermeister der Verbandsgemeinde Diez erneut die Wichtigkeit der länderübergreifenden Zusammenarbeit für die Region: „Ich danke den Mitgliedern der Arbeitsgruppen für ihre bisherige, fruchtbare Arbeit. Das Thema Fachkräfte kann man nur gemeinsam angehen, und das haben wir getan. Es hat sich schnell im Projekt ein „Wir-Gefühl“ entwickelt und dieses hat bei allen Akteuren sowohl Motivation als auch Identität geschaffen. Ich freue mich auf die Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit!“

Nachstehend finden Sie weitere Informationen zur Fachkräftestrategie als Download:

Länderübergreifender Strategieprozess zur bedarfsgerechten Arbeits- und Fachkräftesicherung

Die LEADER-Regionen Lahn-Taunus und Limburg Weilburg, möchten Sie recht herzlich zur Abschlussveranstaltung unseres Kooperationsprojektes „Länderübergreifender Strategieprozess zur bedarfsgerechten Arbeits- und Fachkräftesicherung“ einladen.

Im Oktober 2019 startete das Kooperationsprojekt, in dem sich Institutionen, Unternehmen und lokale Akteure länderübergreifend in vier thematischen Arbeitsgruppen gefunden haben, um gemeinsam verschiedene Ansätze zur Fachkräftesicherung in der Region zu diskutieren und zu erarbeiten. Einige dieser selbst gesetzten Maßnahmen waren beispielsweise Umsetzungsvorschläge für eine Kampagne für Studienzweifler, eine Plattform zur regionalen Bindung,  ein „Förderangebot-Lotse“ als unternehmerorientierte Plattform zu Fördermöglichkeiten, die bedarfsgerechte Entwicklung von Weiterbildungsangeboten, ein Leuchtturmprojekt „Ausbildungsberufe“, um unbekannte Ausbildungsberufe bekannter zu machen, sowie intensiver Austausch zu den Themen Betriebsnachfolgen und attraktive Arbeitgeber.

Aufgrund der eingesetzten Einschränkungen für Veranstaltungen wurde der Prozess Ende 2020 nach einer kurzen Unterbrechung im digitalen Raum fortgeführt. Der Wunsch nach einer Präsenzveranstaltung ist nach den digitalen Veranstaltungen und Workshops im Laufe des letzten Jahres verständlicherweise sehr groß. Aufgrund der aktuellen Pandemieentwicklung wurde die ursprünglich für den November 2021 geplante Abschlussveranstaltung daher auf 24. März 2022 verlegt.

Parallel zu den Workshops wurde vom Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK), welches den Prozess von Beginn an begleitet, eine Fachkräftestrategie für den Wirtschaftsraum Lahn-Taunus und Limburg-Weilburg basierend auf den Ergebnissen der Arbeitsgruppen formuliert, die im Anschluss an die Konferenz neben einem ebenfalls entwickelten Initiativen-Katalog hier zum Download zur Verfügung stehen wird.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung wird neben einigen ausgewählten Ergebnissen der Arbeitsgruppen vor allem auch ein Resümee über den Prozess gezogen sowie ein Ausblick auf die Fortführung der abgeleiteten und erarbeiteten Maßnahmen gegeben.

Wir laden Sie herzlich am 24. März 2022 von 18.00 – 20:00 Uhr zur Abschlussveranstaltung in die Räumlichkeiten der Lebenshilfe Limburg – Diez e. V. (Werkstatt, Industriegebiet Diez) ein. Bei Interesse melden Sie sich bitte über den folgenden Link an: Link

Falls Sie für sich einen Präsenzplatz anmelden, möchten wir Sie gerne bitten, diesen dann auch möglichst wahrzunehmen oder frühzeitig Bescheid zu geben, damit die reduzierten Kapazitäten bestmöglich genutzt werden können.

Glasfaserausbau im Landkreis geht voran

Erschließung der Gewerbegebiete im dritten Bauabschnitt

Mit dem symbolischen Spatenstich wurde im Merenberger Gewerbegebiet der dritte Bauabschnitt zum Glasfaserausbau im Landkreis Limburg-Weilburg begonnen

Limburg-Weilburg. Mit dem symbolischen Spatenstich wurde im Merenberger Gewerbegebiet der dritte Bauabschnitt zum Glasfaserausbau im Landkreis Limburg-Weilburg begonnen. Bis Ende 2023 wird die Deutsche GigaNetz im Rahmen des von Bund und Land geförderten Breitbandausbaus alle förderfähigen Gewerbe- und Industriegebiete im Landkreis mit Glasfaser bis in die Gebäude erschließen. Von dem Projekt profitieren insgesamt 48 Gewerbegebiete im Landkreis, was rund 1.700 Unternehmen umfasst. Darüber hinaus sollen mit den Fördermitteln auch noch rund 180 sogenannte weiße Flecken versorgt werden. In einer europaweiten Ausschreibung hatte die Deutsche GigaNetz (DGN) den Zuschlag als siegreicher Bieter erhalten. Für den Ausbau erhält die DGN einen Zuschuss vom Landkreis im Rahmen der sogenannten Wirtschaftlichkeitslückenförderung in Höhe von rund elf Millionen Euro. Bund und Land fördern das Projekt mit 90 Prozent, den verbleibenden Eigenanteil tragen die Kommunen.

Die große Bedeutung des Projektes für die wirtschaftliche Ausrichtung der Region ist auch daran zu erkennen, dass nahezu alle Bürgermeisterinnen beziehungsweise Bürgermeister der Kommunen des Landkreises beim Spatenstich und der anschließenden Vertragsunterzeichnung anwesend waren. Auch zahlreiche Vertreter von Bund und Land Hessen, IHK und Handwerkskammer sowie Regierungspräsident Christoph Ullrich konnte der Landrat des Landkreises Limburg-Weilburg, Michael Köberle, begrüßen. Die Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung Hessens, Professor Dr. Kristina Sinemus, richtete ein digitales Grußwort an die Beteiligten.

Landrat Michael Köberle freut sich darüber, dass jetzt die bauliche Umsetzung im Landkreis beginnt: „Wir sichern damit die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Unternehmen und begünstigen Neuansiedlungen.“ Der Landrat dankte für die geschlossene und einheitliche Vorgehensweise der Städte und Gemeinden mit dem Landkreis sowie den politischen Gremien für die einmütige Unterstützung. Die Kommunen und der Landkreis würden nunmehr seit 2012 in der Breitbandversorgung eng zusammenarbeiten und hätten sich in eine Spitzenposition hochgearbeitet. Diese werde jetzt mit der Glasfasererschließung der Gewerbe- und Industriegebiete weiter ausgebaut. In den nächsten 24 Monaten werde die Deutsche GigaNetz im Landkreis über 30 Millionen Euro investieren. Dabei komme in der dritten Ausbaustufe die neueste und zukunftsfähigste Technik zum Einsatz, die derzeit verfügbar sei. Besonders dankte der Landrat Kreiskoordinator Martin Rudersdorf, der das ganze Ausschreibungs- und Vergabeverfahren mit einer spezialisierten Anwaltskanzlei durchgeführt hat. Landrat Michael Köberle dankte auch für die eigenwirtschaftlichen Ausbauaktivitäten im Landkreis und wünschte der Deutschen GigaNetz weiterhin viel Erfolg bei der Vorvermarktung.

„Glasfaser ermöglicht schon heute Internetbandbreiten von 10.000 Mbit/s im Geschäftskundenbereich, und zwar symmetrisch in Sende- und Empfangsrichtung“, sagte Soeren Wendler, Geschäftsführer der Deutschen GigaNetz GmbH. „Wir freuen uns, den begünstigten Unternehmen und Haushalten im Landkreis Limburg-Weilburg ab sofort ein attraktives Angebot für Internet mit Lichtgeschwindigkeit an ihrem Standort machen zu können. Jetzt liegt es bei ihnen, sich diese Zukunftstechnologie auch ins Haus zu holen.“

Professor Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, betonte: „Ambitionierte Gewerbegebiets-Projekte wie dieses sind wichtige Mosaiksteine für die Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur und bilden eine Voraussetzung für den Erfolg der Digitalisierung in Hessen. Aus diesem Grund unterstützt das Land das Ausbauvorhaben mit rund 4,5 Millionen Euro. Von der künftigen Anbindung an das Glasfasernetz werden 1.700 Unternehmen und rund 180 Haushalte profitieren – damit stellen Sie die Weichen für die Zukunft einer ganzen Region und gemeinsam rücken wir dem Ziel unserer hessischen Gigabitstrategie ein großes Stück näher, bis 2030 flächendeckend Glasfaser zur Verfügung zu stellen.“

„Der Glasfaser-Ausbau ist ein Treiber der regionalen Entwicklung. Er unterstützt die Angleichung der Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land und ist die Grundlage für die digitale Transformation, gerade im ländlichen Raum“, sagte Tim Brauckmüller, Geschäftsführer der atene KOM. Dabei hob er besonders die gute Zusammenarbeit und den reibungslosen Ablauf hervor: „Im Landkreis Limburg-Weilburg zeigt sich vorbildlich, was möglich ist, wenn Bund, Land und Landkreise an einem Strang ziehen.“

Die Hauptgeschäftsführerin der IHK, Monika Sommer, und Kreishandwerksmeister Wolfram Uhe dankten dem Landkreis und den Kommunen für ihr weiteres Engagement im Glasfaserausbau. Von dem Projekt würden insbesondere die heimischen Unternehmen profitieren, was deren Wettbewerbsfähigkeit sichere. Als besonders erfreulich werden von den Vertreterinnen und Vertretern der heimischen Wirtschaft die niedrigen Endkundenpreise angesehen. In der Ausschreibung wurden als Wertungskriterien nämlich nicht nur die Wirtschaftlichkeitslücke abgefragt, sondern auch die Endkundenpreise für die Unternehmen. IHK und Handwerkskammer appellierten erneut an die Unternehmen, die Glasfaserprodukte zu buchen.

Neben dem geförderten Ausbau will sich die Deutsche GigaNetz weiter im Landkreis Limburg-Weilburg engagieren. Konkret ist geplant, in insgesamt elf Kommunen flächendeckend die Siedlungsbereiche mit Glasfaser auszubauen. Von dem eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau von insgesamt rund 30.000 Adressen sind die Kommunen Weilburg, Limburg, Elz, Elbtal, Waldbrunn, Dornburg, Mengerskirchen, Merenberg, Löhnberg, Weinbach, Weilmünster und Bad Camberg betroffen. Mit diesen Kommunen wurden zum Teil bereits Kooperationsverträge zum eigenwirtschaftlichen Ausbau abgeschlossen. Dieser erfolgt, wenn im Rahmen der Vorvermarktung etwa 40 Prozent der Verträge mit den Endkunden abgeschlossen wurden. Die Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft appellierten an die Bewohnerinnen und Bewohner, diese einmalige Chance auch zu nutzen.

Digital-Zuschuss 2021: Nächster Förderaufruf am 31. August!

t-land-hessenDas Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen stellt in 2021 Unternehmen erneut einen Zuschuss für ihre Digitalisierungsmaßnahmen zur Verfügung. Wer wird gefördert?
Unternehmen und auch freie Berufe mit Sitz in Hessen können bei der digitalen Transformation ihrer Produktions- und Arbeitsprozesse und der Verbesserung der IT-Sicherheit gefördert werden.
Bedingung ist, dass die Maßnahmen beim Antragsteller zum Einsatz kommen und einen Digitalisierungsfortschritt in den Bereichen Produktion und Verfahren, Produkte und Dienstleistungen oder Strategie und Organisation des Unternehmens erwarten lassen.
Wann muss der Antrag gestellt werden?
Der nächste Call zum Digital-Zuschuss wird am 31.08.2021 stattfinden.
Wo muss der Antrag gestellt werden? Die Bewerbung erfolgt über ein entsprechendes Onlineformular und ist zwingend erforderlich. Das Onlineformular ist am Tag des Förderaufrufs für 24 Stunden verfügbar.
Die Auswahl der Bewerber für eine Antragsstellung erfolgt über ein Online-Zufallsauswahlverfahren.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der WIBank.

LEADER Kooperationsprojekt Fachkräftestrategie

Das Kooperationsprojekt geht mit vielen Ideen für Maßnahmen rund um das Thema Fachkräftesicherung nunmehr in die Endphase. Seit dem Projektauftakt im Oktober 2019 haben sich Institutionen, Unternehmen und lokale Akteure länderübergreifend in vier Arbeitsgruppen engagiert eingebracht und viele Ansätze zur Fachkräftesicherung in der Region entwickelt. Darunter finden sich konkrete Umsetzungsvorschläge für eine Großveranstaltung zur Berufsorientierung im Wirtschaftsraum, eine Kampagne für Studienzweifler, eine Informationsveranstaltung zu ausbildungsintegrierten Studienangeboten, eine Plattform zur regionalen Bindung,  ein „Förderangebot-Lotse“ als unternehmerorientierte Plattform zu Fördermöglichkeiten, die Verbesserung des Informationsflusses zu Förderinstrumenten, die bedarfsgerechte Entwicklung von Weiterbildungsangeboten, das Leuchtturmprojekt „Ausbildungsberufe“ – unbekannte Ausbildungsberufe bekannter machen sowie den Themen Betriebsnachfolgen und attraktive Arbeitgeber.

Alle Beteiligten arbeiten nun auf die Abschlusskonferenz der Arbeitsgruppen hin, mit dem Ziel einzelne Maßnahmen in der noch verbleibenden Zeit umzusetzen oder zur Förderantragsreife für die nächste LEADER Förderperiode auf den Weg zu bringen. Parallel dazu entsteht ein umfassender Initiativenkatalog für den Wirtschaftsraum. In einer öffentlichen Abschlussveranstaltung sollen letztlich die Ergebnisse und die Fachkräftestrategie vorgestellt werden.

Weitere Informationen zum Kooperationsprojekt finden Sie hier

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

azubis-bmas-2020Eine gute Ausbildung ist die Grundlage für die berufliche Zukunft junger Menschen und die Fachkräftesicherung in Deutschland. Pünktlich zum neuen Ausbildungsjahr starten am 1. August deshalb wesentliche Teile des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“, mit dem die Bundesregierung kleine und mittlere Unternehmen fördert. Für dieses Bundesprogramm stehen insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung. 410 Millionen Euro davon können für die Maßnahmen der Ersten Förderrichtlinie eingesetzt werden.

Die Erste Förderrichtlinie enthält:

  • Ausbildungsprämien in Höhe von 2.000 bzw. 3.000 Euro für Betriebe, die – obwohl sie die Corona-Krise stark getroffen hat – ihr Ausbildungsniveau halten bzw. erhöhen,
  • Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung, wenn der Ausbildungsbetrieb Auszubildende und Ausbilder nicht mit in Kurzarbeit schickt, und
  • Übernahmeprämien an Betriebe, die Auszubildende von insolventen Betrieben übernehmen.

Die entsprechenden Antragsunterlagen stehen auf der Internetseite www.arbeitsagentur.de zur Verfügung. Gefördert werden Ausbildungen, die frühestens am 1. August 2020 beginnen. Dies gilt auch, wenn der Ausbildungsvertrag bereits früher abgeschlossen wurde.

Die Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung, die ebenfalls Teil des Bundesprogramms zur Sicherung von Ausbildungsplätzen ist, wird in einer Zweiten Förderrichtlinie umgesetzt.

Weitere Informationen

Jetzt die Ausbildungsplatzförderung des Landkreises Limburg-Weilburg sichern!

Mit einem eigenen Förderprogramm unterstützt der Landkreis Limburg-Weilburg und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Unternehmen im Landkreis, die

young people jobs Group iStock-Ausbildung_mix

young people jobs Group iStock-Ausbildung_mix

Ausbildungsplätze bereitstellen. Gleichzeitig soll damit ausbildungswilligen Jugendlichen geholfen werden, einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden. Um den Fachkräftemangel und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft im Landkreis Limburg-Weilburg perspektivisch trotz „Corona“ zu sichern, brauchen die Unternehmen qualifizierten Nachwuchs.
Für die Bereitstellung eines Ausbildungsplatzes können Betriebe im Kreisgebiet einen einmaligen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 511,29 Euro bis 1.278,29 Euro pro Lehrstelle erhalten. Das Programm zur Förderung von Ausbildungsplätzen im Landkreis Limburg-Weilburg richtet sich insbesondere an Betriebe, die erstmalig ausbilden, wie bspw. Startups oder junge Unternehmen. Aber auch Betriebe, die Mädchen in typischen „Männerberufen“ ausbilden, die Jugendliche aus der überbetrieblichen Ausbildung freier Träger oder insolventer Betriebe übernehmen sowie im Verbund ausbilden, können gefördert werden, erläuterte WFG-Geschäftsführer Walter Gerharz.
Wer mehr über diese Förderung erfahren möchte, kann die aktuellen Vergaberichtlinien und Antragsformulare von der Internetseite der WFG (www.wfg-limburg-weilburg-diez.de) herunterladen. Dort sind auch die aktuellen Förderprogramme des Landes Hessen zu finden. Gerne steht die Wirtschaftsförderung für weitere Fragen zur Verfügung. Sie erreichen uns unter Tel: (0 64 31) 296 417.

Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg-Diez, Schiede 20 65549 Limburg www.wfg-limburg-weilburg-diez.de

Finanzierung für den dritten Bauabschnitt ist perfekt

Landrat Michael Köberle freut sich über Fördermittel für den weiteren Breitbandausbau

Der Breitbandausbau im Landkreis Limburg-Weilburg kann weiter voranschreiten. Wie Landrat Michael Köberle mitteilte, ist in der letzten Woche der Förderbescheid des Bundes in einer Höhe von 9,8 Millionen Euro bei der Kreisverwaltung eingegangen. In Verbindung mit den vom Land Hessen bereits gewährten 7,8 Millionen Euro steht nunmehr die Gesamtfinanzierung für den sogenannten dritten Bauabschnitt im Breitbandausbau des Landkreises Limburg-Weilburg.

Breitbandkoordinator Martin Rudersdorf und Landrat Michael Köberle

Breitbandkoordinator Martin Rudersdorf und Landrat Michael Köberle

Mit den Fördermitteln von Bund und Land in Verbindung mit den Komplementärmitteln der Kommunen in Höhe von rund zwei Millionen Euro sollen alle förderfähigen Gewerbe- und Industriegebiete im Landkreis mit Glasfaser bis in die Gebäude erschlossen werden. Von dem Projekt sind insgesamt 48 Gewerbegebiete betroffen, rund 1.700 Unternehmen im Landkreis werden von der Maßnahme profitieren. Darüber hinaus sollen mit den Fördermitteln auch noch rund 250 sogenannte weiße Flecken beseitigt werden. Es handelt sich dabei um noch unterversorgte Haushalte in Siedlungsrandbereichen beziehungsweise Weilern und kleinen Siedlungen. „Für den Landkreis Limburg-Weilburg sowie die 19 Städte und Gemeinden hat die Förderung der ländlichen Räume und der konsequente Ausbau mit schnellem Internet hohe Priorität. Sowohl für die Haushalte auch unsere mittelständisch geprägten Betriebe ist entscheidend, dass hohe Bandbreiten verfügbar sind. Die von Bund und Land zugesagte Förderung ist ein starkes Signal für den Landkreis“, so Landrat Köberle. Insbesondere die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig der Internetausbau in den ländlichen Regionen ist. Durch die bereits abgeschlossenen Bauabschnitte verfüge der Landkreis über eine gute Breitbandversorgung. Dadurch wurden stabiles Homestuding, Homeschooling und Homeoffice erst ermöglicht. „Schnelle Internetzugänge sind in der globalen Gesellschaft für Unternehmen sowie unsere Bürgerinnen und Bürger mittlerweile genauso wichtig wie Straßen-, Schienen- und Energienetze“, so der Landrat zum Zuschuss aus der Bundeskasse.

Der Landkreis hatte im vergangenen Jahr eine entsprechende Markterkundung gestartet, um einen Überblick über noch vorhandene weiße Flecken, also Anschlüsse mit einer Bandbreite von weniger als 30 Mbit, zu erhalten. Auf der Grundlage dieser Markterkundung und den Rückmeldungen der Kommunen zur Versorgung der Gewerbe- und Industriegebiete wurde im Dezember 2019 ein kombinierter Förderantrag zum Ausbau der weißen Flecken und der Gewerbegebiete im Kreisgebiet gestellt. Mit dem nachhaltig ausgebauten und leistungsfähigen Breitbandprojekt hat sich der Landkreis Limburg-Weilburg im Wettbewerb um Bundesfördermittel ein weiteres Mal erfolgreich durchgesetzt. In diesem Zusammenhang dankte Landrat Michael Köberle insbesondere Kreiskoordinator Martin Rudersdorf, der das gesamte Förderverfahren in enger Koordinierung mit den Städten und Gemeinden abwickelt und die Förderanträge gestellt hat.

 

 

Land Hessen unterstützt den Breitbandausbau im Landkreis Lim-burg-Weilburg mit 7,8 Millionen Euro

Der Breitbandausbau im Landkreis Limburg-Weilburg kann weiter vorangetrieben werden. Aus Anlass des Besuches der Hessischen Digitalministerin, Frau Prof. Dr. Kristina Sinemus am 10. März 2020 an der Wilhelm-Knapp-Schule in Weilburg wurde ein sogenannter LOI „Letter of Intent“ in Höhe von 7,8 Millionen € Landrat Michael Köberle ausgehändigt. Damit unterstützt das Land Hessen den weiteren Breitbandausbau im Landkreis Limburg-Weilburg.

(v.r.n.l. Frau Prof. Dr. Sinemus, Digitalministerin, Herr Köberle, Landrat, Herr Rudersdorf, Breitbandkoordinator)

(v.r.n.l. Frau Prof. Dr. Sinemus, Digitalministerin, Herr Köberle, Landrat, Herr Rudersdorf, Breitbandkoordinator)

Im jetzt anstehenden 3. Bauabschnitt plant der Landkreis Limburg-Weilburg aufgrund eines entsprechenden Förderprogrammes des Bundes sämtliche Gewerbegebiete im Landkreis Limburg-Weilburg mit Glasfaser auszustatten. Hiervon betroffen sind insgesamt 48 Gewerbegebiete mit insgesamt 1.656 Unternehmungen. Darüber hinaus sollen noch verbliebene weiße Flecken innerhalb von Siedlungsbereichen ausgebaut werden. Der Landkreis hatte hierzu insgesamt 252 sogenannte weiße Flecken zur Förderung angemeldet. Es handelt sich hierbei um Anschlüsse, die aktuell unter 30 Mbit/s im Download versorgt werden und bei denen in den nächsten Jahren kein marktgetriebener Ausbau angezeigt wurde. Neben der Landesförderung erwartet der Landkreis Bundesmittel in Höhe von 9,8 Millionen Euro. Der verbleibende Eigenanteil von rund 2 Millionen Euro teilen sich der Landkreis sowie die Städte und Gemeinden.

Bei der Bescheidübergabe hob die Hessische Digitalministerin das enorme Engagement des Landkreises Limburg-Weilburg und der 19 Städte und Gemeinden beim Breitbandausbau hervor, die bereits sehr frühzeitig die Notwendigkeit einer flächendeckenden Breitbandversorgung, insbesondere im ländlichen Raum, erkannt haben und als einer der ersten Landkreise bundesweit Ende 2019 alle 75 Schulen und Bildungseinrichtungen mit Glasfaser ausgestattet hatten. Mit der Glasfaseranbindung der Gewerbegebiete setzte der Landkreis konsequent seine Kreisstrategie fort, was das Land Hessen auch gerne unterstütze.

Landrat Michael Köberle dankte für die Unterstützung aus Wiesbaden und erläuterte, dass die Ausschreibung zeitnah nach Vorlage der Bundesförderung auf den Markt gehen werde. Gerade die Anbindung der Unternehmen in den Gewerbegebieten mit hochleistungsfähigen Glasfaseranschlüssen sei ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für die gewerbliche Wirtschaft. Der Kreis habe in der Vergangenheit auf eine Mischung des eigenwirtschaftlichen Ausbaus von Telekommunikationsunternehmen und den durch Zuschüsse unterstützten Ausbau gesetzt und sei mit dieser Strategie gut gefahren. Es gelte nun den Glasfaserausbau im ländlichen Raum immer weiter voranzutreiben, damit die Glasfaseranschlüsse immer näher an die Haushalte und Gewerbebetriebe gelangten. Um diesen Prozess zu optimieren und weitere Synergien zu heben würden die Städte und Gemeinden in diesem Jahr mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung auch Masterpläne zum Breitbandausbau erstellen.

Der Besuch der Ministerin an der Wilhelm-Knapp-Schule in Weilburg wurde auch dazu genutzt um zu demonstrieren, welche Anwendungen das schnelle Internet an den Schulen ermöglicht. Durch Smartglasses wurde die Prozessentwicklung in gewerblich technischen Berufen vorgeführt. Auch wurden dynamisch agile Medienbildungskonzepte mit Hilfe des Intranets vorgeführt. Die Ministerin und der Landrat zeigten sich beeindruckt von den neuen Möglichkeiten in der Nutzung von super schnellen Internetanschlüssen auf Glasfaserbasis.

IMG_2608IMG_2586IMG_2593

 

Fachkräfte für die Region – zweitägige Workshops bei der WFG

2019-10-22 11_43_27-Große Auftaktveranstaltung _ VG Diez - Internet ExplorerWie bereits angekündigt, finden die ersten Gruppen-Workshops am 5. und 6. Februar 2020 von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr und von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr statt und zwar in den Räumlichkeiten der WFG Limburg-Weilburg-Diez (Schiede 20, 65549 Limburg, 2. OG).
In sechs aufeinander aufbauenden Arbeitsgruppensitzungen und den Zeiten dazwischen wird es bis Ende 2021 darum gehen, gemeinsam bedarfsorientierte Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, um zukunftsorientierte Verbesserungen im Bereich der Ausbildung zu erreichen. Damit wird eine wichtige Linie der Fachkräftestrategie für unseren Wirtschaftsraum mit Leben gefüllt.
Für die ersten Sitzungen sind folgende Punkte vorgesehen:

• Spezifikation der wichtigsten Herausforderungen in der Ausbildung im Wirtschaftsraum
• Sichtung und Bewertung bereits stattfindender Initiativen in unserem Wirtschaftsraum
• Sondierung/Auswahl von zu entwickelnden Maßnahmen
• Abstimmung der Aufgaben bis zur nächsten Arbeitsgruppensitzung

Weitere Informationen stehen auch zum Download bereit.
Interessenten können sich gerne wegen einer Mitarbeit in den Workshops bei uns melden.