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Regionales Entwicklungskonzept Limburg-Weilburg schreitet voran

Regionales Entwicklungskonzept Limburg-Weilburg schreitet voran Ein regionales Entwicklungskonzept (REK) und die Beteiligung der Öffentlichkeit bei dessen Erstellung ist eine von vielen Voraussetzungen dafür, dass der Landkreis Limburg-Weilburg ab 2015 als sogenannte LEADER-Region anerkannt wird und damit in den Genuss von Fördermitteln der Europäischen Union und des Landes Hessen kommen kann.

Die Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg-Diez GmbH (WFG) hatte deswegen zu zwei Fachforen eingeladen, um thematische Schwerpunkte für das Konzept zu diskutieren und erste Projekte und Maßnahmen zu konkretisieren. Dabei nahmen am 21. Mai in der Aula des Schlosses in Hadamar und am 27. Mai bei der Firma Limtronik GmbH in Limburg insgesamt rund 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Landkreis Limburg-Weilburg und der benachbarten Verbandsgemeinde Diez teil.

Das erste Forum am 21. Mai zu den Themen Tourismus und Geopark Westerwald-Lahn-Taunus, Kultur und regionale Identität drehte sich um Projektideen mit dem Ziel eines Zugewinns an Lebensqualität für Anwohner und die Stärkung der Identität mit unserer Region. Außerdem sollen die touristischen Potenziale durch Angebote, die den Aktiv- und den Kulturtourismus miteinander verknüpfen, genutzt werden, um Gästen unseres Landkreises den Aufenthalt interessanter zu gestalten und damit zu verlängern. Als mögliches Leitprojekt und Chance für die Region wurde dabei die Weiterentwicklung des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus diskutiert. Unter diesem Dach können zahlreiche Maßnahmen wie die Erschließung neuer Attraktionen und die Verknüpfung von Stadt- und Landtourismus zusammengeführt werden.

Beim zweiten Forum am 27. Mai wurden Ideen zum Umgang mit dem demografischen Wandel, zur ländlichen Wirtschaft, zu Beschäftigung und Bildung diskutiert.
Da eine stabile Wirtschaft, gute Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Region sind, war hier der Fokus auf Ausbildung und Angebote für junge Menschen, auf generationsübergreifende Projektideen, auf Mobilität für alle Altersgruppen und die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung und Pflege auf dem Land gerichtet. In vielen Dörfern der Region fehlt es heute an Möglichkeiten, sich mit Gütern des täglichen Bedarfs zu versorgen. Es sollen daher Anstrengungen unternommen werden mit mobilen Fahrdiensten oder auch Dorfzentren in Verbindung mit Dorfläden und weiteren Angeboten die Attraktivität unserer ländlichen Region zu verbessern. Auch soll versucht werden regionale landwirtschaftliche Produkte unter dem Motto „aus der Region – für die Region“ besser zu vermarkten und für die Erhaltung und Nutzung der Streuobstbestände zu sorgen.

Es gab ein verbindendes Element, das in den beiden öffentlichen Foren zur Regionalentwicklung Limburg-Weilburg themenübergreifend herausgearbeitet wurde: Die Erkenntnis, dass durch bürgerschaftliches Engagement in unserer Region vieles auf den Weg gebracht werden kann und wird. So wurde das Leitprojekt „BURGEN bauen“ kreiert. Es steht für Bürgerschaftliche Unterstützung in der Region: Gemeinschaft – Ehrenamt – Netzwerke. Mit diesem Projekt soll zukünftig die ehrenamtliche Arbeit im Landkreis unterstützt und vernetzt werden. Dieses Netzwerk soll sich über viele Themenfelder erstrecken, wie zum Beispiel Mehrgenerationenprojekte, Mobilität, Gemeinschaft, Netzwerkarbeiten in sozialen und wirtschaftlichen Bereichen, Bildung und vieles mehr.

Es ist nun Aufgabe des beauftragten Büros Bischoff & Partner aus Limburg und der begleitenden Steuerungsgruppe, die Vielzahl der eingebrachten Projektideen zu sortieren und an die Entwicklungsstrategie der Region anzupassen. Die Ergebnisse der Arbeit sollen am 5. August der Öffentlichkeit präsentiert werden. Spätestens zum 1. September 2014 muss dann das Entwicklungskonzept beim Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eingereicht werden.

Weitere Informationen zu den Fachforen sowie vergangenen Veranstaltungen können jederzeit eingesehen werden unter www.wfg-limburg-weilburg-diez.de sowie unter www.facebook.com/rek.limburgweilburg.